Ausbildung bei GC

Nachgefragt: Was rät der GC-Experte

Was rät der GC-Experte in Sachen Bewerbung?

Für dich haben wir buchstäblich viel auf Lager: Worauf es bei einer richtig guten Bewerbung wirklich ankommt, haben wir für euch bei einem Experten in Sachen Ausbildung nachgefragt. Sebastian Januszewski ist beim GC-Partnerhaus CORDES & GRAEFE BREMEN Ausbildungsverantwortlicher für kaufmännische Berufe. Ein Experte auf ganzer Linie, der uns die besten Tipps und Tricks verraten hat, wie ihr mit einer perfekten Bewerbung inhaltlich sowie äußerlich punktet!

Was macht eine richtig gute Bewerbung aus?
Sebastian Januszewski: Bei mir punkten junge Menschen, wo schon auf den ersten Blick deutlich wird, dass sie sich besondere Mühe gegeben haben, z.B. durch ein originelles Deckblatt oder die Einbindung von Fotos oder Logos unseres Unternehmens. Daran zeigt sich, dass sie sich mit dem Unternehmen beschäftigt und wirkliches Interesse an der Ausbildung bei uns haben. Grundsätzlich gilt bei der Bewerbung: Der erste Eindruck zählt! Eine zerknickte, unsaubere Bewerbung hat da logischerweise schon mal einen schwierigeren Start.

Darüber hinaus ist es mir sehr wichtig, dass die Bewerbung vollständig ist. Das heißt, Anschreiben, Zeugnisse und Lebenslauf sind vorhanden. Letzterer sollte lückenlos sein, denn er hilft mir auf den ersten Blick zu erkennen, ob der Bewerber auf das Anforderungsprofil passt.

Worauf genau achten Sie denn bei einem Lebenslauf?
Sebastian Januszewski: Natürlich achte ich auf die Schullaufbahn und welchen Abschluss der Kandidat hat bzw. anstrebt. Aber auch die Hobbies sind für mich sehr interessant. Sie sagen sehr viel über die Persönlichkeit aus. Ein junger Mensch, der sich zum Beispiel in der freiwilligen Feuerwehr engagiert, beweist sich meistens auch im Unternehmen als sehr teamfähig.

Gibt es ein absolutes „No Go“ in einer Bewerbung?
Sebastian Januszewski: Ein absolutes „No Go“ für mich ist die Angabe eines falschen Betreffs. Es passiert tatsächlich, dass wir Bewerbungen für Ausbildungsberufe erhalten, die wir gar nicht anbieten. Auch eine falsche Adresse oder eine falsch geschriebene Anrede fallen negativ auf. Das erweckt einfach den Eindruck, dass sich der Bewerber nicht richtig informiert bzw. keine Mühe gegeben hat. Schlechte Rechtschreibung geht ebenfalls überhaupt nicht. Darum: Bitte die Bewerbung immer von einem Familienmitglied, Freund oder Lehrer gegenlesen lassen, dann können solche Fehler ganz leicht vermieden werden.

Viele tun sich vor allem bei Anschreiben schwer. Was empfehlen Sie?
Sebastian Januszewski: Das Anschreiben sollte so gegliedert sein, dass als erstes erkenntlich wird, warum man sich für diesen Ausbildungsplatz entschieden hat und speziell, warum man sich bei unserem Unternehmen bewirbt. Sehr wichtig ist außerdem, dass man nicht nur vermeintliche Stärken auflistet, sondern diese beschreibt und anhand von Beispielen belegt. Wer schon ein Praktikum in der Berufsrichtung gemacht hat, sollte dies schon im Anschreiben erwähnen, um deutlich zu machen, dass er schon erste Berufseinblicke erlangen konnte. Mehr als eine Seite sollte das Anschreiben aber nicht umfassen. Ganz am Ende sollte man die Anlagen aufführen, die folgen.

Stichwort Zeugnisse: Ist die Note 5 das Ausschlusskriterium?
Sebastian Januszewski: Die beiden letzten Zeugnisse sind für mich interessant. Die Noten sind für mich wichtig, aber nicht immer entscheidend. Wobei im kaufmännischen Bereich die Hauptfächer wie Mathe oder Deutsch schon in einem ordentlichen Bereich liegen sollten. Vielmehr gucke ich auf das Arbeits- und Sozialverhalten des Bewerbers sowie auf seine unentschuldigten Fehltage. Denn während man fachliche Defizite zumindest aufholen kann, ist das bei Verhaltensweisen, wie z.B. Unzuverlässigkeit, schwierig.

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